Solidarität mit iranischen Gefangenen

In den wenigen aus dem Iran kommenden Berichten, die über Umwege ins Ausland gelangt sind, wird von repressiven Maßnahmen gegen politische Gefangene, Demonstrierende und mutmaßliche Regimegegner gesprochen. Zahlreiche Verfahren sollen unter Ausschluss rechtsstaatlicher Standards durchgeführt worden sein. Berichte über Folter, erzwungene Geständnisse und Geheimverfahren häufen sich. Die IGFM veröffentlicht hier regelmäßig kurze Portraits von iranischen Zivilisten, die im Zuge der Iran Revolution 2026 willkürlich festgenommen wurden und u.a. die Hinrichtung droht.
Vor der Vergeltung schützen und Hoffnung schenken
Fokus auf die politischen Gefangenen der Iran Revolution 2026
Seit Beginn der Proteste im Januar 2026 setzen die iranischen Behörden die massive Repressionswelle gegen die Zivilbevölkerung unvermindert fort. „Sicherheitskräfte“ gehen mit äußerster Gewalt gegen Protestierende, mutmaßliche Unterstützer der Protestbewegung sowie unbeteiligte Zivilpersonen vor. Neben tödlicher Gewalt kam es zu mehreren Tausend dokumentierten willkürlichen Festnahmen, Misshandlungen und Folter in Haft sowie zu beschleunigten Gerichtsverfahren gegen Demonstrierende. Die Todesstrafe wird systematisch als Instrument politischer Einschüchterung und Repression eingesetzt.
Die Menschenrechtslage wird zusätzlich durch weitreichende Internet- und Kommunikationssperren verschärft. Die Internetblockade isoliert die Bevölkerung weitgehend von unabhängigen Informationen und die Dokumentation staatlicher Gewalt ist dadurch erheblich erschwert.
Auf dieser Seite wird der Fokus auf die Schicksale der willkürlich inhaftierten Iranerinnen und Iraner gelegt, die sich mutig gegen die Unterdrückung des iranischen Regimes stellen. Aufgrund der Internetblockade stehen dabei nicht immer die aktuellsten Informationen über die politischen Gefangenen zur Verfügung.
Aktueller Iran-Bericht
Die IGFM berichtet über die aktuellsten Entwicklungen der Menschenrechtslage im Iran.

Arshia Gheysar Beigi
Festnahme: 5. Mai 2026
Vorwurf: Moharebeh, Korruption
Arshia, aus Sarableh in der Provinz Ilam, wurde von Sicherheitskräften gewaltsam festgenommen. Ihm werden „Moharebeh“ (Krieg gegen Gott) und „Korruption auf Erden“ vorgeworfen. Er wird in Einzelhaft festgehalten und erhält keine angemessene medizinische Versorgung.
Stand: Mai 2026

Leila Jafarlu
Festnahme: 25. April 2026
Vorwurf: unklar
Die Bürgerrechtlerin (35) aus Zanjan (Province Zanjan) wurde von Regimeschergen festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht. Seitdem gibt es keine offiziellen Informationen über ihren Verbleib oder ihre Gesundheit. Leila war bereits im Januar 2022 während der „Frau, Leben, Freiheit“-Proteste festgenommen worden. Sie wurde rund 40 Tage in Einzelhaft gehalten und nach ihrer Freilassung gegen Kaution wegen Propaganda gegen das Regime und der Weitergabe vertraulicher Dokumente zu drei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt.
Stand: Mai 2026

Javad Alikordi
Festnahme: 12. Dezember 2025
Urteil: 10 Jahre Haft
Javad ist Rechtsanwalt und lebt in Sabzevar (Provinz Razavi-Chorasan). Er war am Abend des 12. Dezembers 2025 festgenommen worden, nachdem er ein Protestvideo veröffentlicht hatte, in dem er sich auf die massenhaften Festnahmen von Teilnehmenden der Gedenkfeier zum siebten Todestag seines Bruders Khosrow Alikordi bezog. Sein Bruder war Rechtsanwalt und starb unerwartet unter verdächtigen Umständen, während er sich gegen das Regime engagierte. Javad wurde zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren verurteilt.
Stand: Mai 2026

Hojjat Mirza’i
Festnahme: 1. Februar 2026
Vorwurf: unklar
Hojjat wurde festgenommen, nachdem man ihn mehrfach aufforderte, sich auf dem Basar in der Nähe seines Wohnortes in Teheran einzufinden. Der Grund dafür ist nicht bekannt. Informationen zufolge wird er in einem Revolutionsgericht festgehalten, seiner Familie wurde mitgeteilt, dass er sich in vorläufiger Haft befindet. Sein aktueller Aufenthaltsort und die Anklagepunkte gegen ihn sind nicht bekannt.
Stand: Mai 2026

Arian Movafaghi
Festnahme: 14. Januar 2026
Vorwurf: Moharebeh
Arian war zum Zeitpunkt seiner Festnahme 17 Jahre alt. Beamte durchsuchten gewaltsam sein Haus in Borujerd. Er wird derzeit im Khorramabad Gefängnis festgehalten. Man wirft ihm „Moharebeh“ (Krieg gegen Gott) vor, bei einer Verurteilung droht ihm die Hinrichtung.
Stand: Mai 2026

Venus Hosseini Nezhad
Festnahme: 15. Januar 2026
Urteil: Todesstrafe droht
Venus gehört der Minderheit der Bahái an, die im Iran vielfach verfolgt werden. Sie wurde an ihrem Arbeitsplatz grundlos festgenommen und an einen unbekannten Ort gebracht. Man zwang sie zu einem Geständnis, nun droht ihr die Todesstrafe. Weitere Informationen sind derzeit nicht bekannt.
Stand: Mai 2026

Erfan Nabiyan
Festnahme: 24. Februar 2026
Urteil: Todesstrafe droht
Erfan wird seit seiner Festnahme jeglicher Kontakt mit seiner Familie verwehrt. Zu den Vorwürfen gegen ihn zählen u.a. „Anstiftung zum Mord“, „Gefährdung der nationalen Sicherheit“, „Propaganda gegen das System“ und „Beleidigung religiöser Heiligtümer“. Erfan droht die Hinrichtung, derzeit sind keine Informationen zu seiner Gesundheit, seinem Aufenthaltsort oder dem Stand des Verfahrens bekannt.
Stand: Mai 2026

Amir Hossein Azar Pira
Festnahme: Ende Januar 2026
Urteil: Todesstrafe droht
Amir Hossein ist ein bekannter Friseur und Ringer aus Zarrinshahr bei Isfahan. Er wurde Ende Januar festgenommen, als Beamte seine Wohnung durchsuchten. Nach seiner Festnahme wurde er in ein Lagerhaus gebracht und dort qualvollen Folterungen ausgesetzt; seine Verletzungen im Gesicht waren so schwerwiegend, dass seine Angehörigen ihn nicht wiedererkannten. Amir Hossein wird „Kriegsführung gegen den Staat" vorgeworfen, ihm droht die Todesstrafe. Das Recht auf ein faires Verfahren wird ihm verwehrt.
Stand: Mai 2026

Ghazal Ghalandari
Festnahme: 1. Februar 2026
Vorwurf: unklar
Die Jugendliche aus Yasudsch in der Provinz Kohgiluyeh und Boyer-Ahmad wurde von Geheimdienstkräften festgenommen. Zwölf Beamte in Zivil, deren Gesichter verdeckt waren, drangen ohne Durchsuchungsbefehl in das Haus ihres Vaters ein. Bis heute hat ihre Familie keine Informationen über ihren Aufenthaltsort.
Stand: Mai 2026

Mohammad Zeyghami
Festnahme: nicht bekannt
Vorwurf: Moharebeh
Mohammad wurde wegen „Moharebeh” (Krieg gegen Gott) verurteilt. Die Behörden informierten die Angehörigen darüber, dass sie sich bei ihnen melden würden, um seine Leiche zu übergeben. Sollte die Familie den Fall jedoch weiterverfolgen, drohte das Regime damit, den einzigen Bruder des Gefangenen zu töten.
Stand: Mai 2026

Abbass Niyo
Festnahme: 8. oder 9. Januar 2026
Urteil: unklar
Abbass wurde im Januar während der landesweiten Proteste in Azadschahr (Provinz Golestan) festgenommen. Er wurde von Mitgliedern des Regimes schwer gefoltert und zu einem Geständnis gezwungen. Dabei verlor er mehrfach das Bewusstsein. Er befindet sich derzeit in der Jugendstrafanstalt von Golestan.
Stand: Mai 2026

Morteza Ebrahimi
Festnahme: 8. Januar 2026
Vorwurf: unklar
Morteza verschwand am Abend des 8. Januar 2026, seitdem gibt es kein Lebenszeichen von ihm. Seine Mutter verlässt das Haus nicht mehr, in der Hoffnung, dass er zurückkehrt. Die IRGC-Offiziere (Islamische Revolutionsgarde bzw. das Korps der Islamischen Revolutionsgarde) geben der Familie widersprüchliche Auskünfte und seinde Angehörigen erhalten verdächtige Anrufe.
Stand: April 2026

Aida Azimi Jozani
Festnahme: 28. Dezember 2025
Vorwurf: unklar
Aida aus Fardis, Karadsch, verließ am 28. Dezember 2025 um 19 Uhr ein Café in Teheran und wurde von mehreren Beamten in Zivil festgenommen. Nach einmonatiger Suche erfuhr die Familie, dass Aida sich in Shahr-e Rey (Provinz Teheran) in Quarantäne befindet. Obwohl eine Kaution für ihre Freilassung hinterlegt wurde, gibt es immer noch keine Nachrichten von ihr.
Stand: April 2026

Amir-Mohammad Mojallal Chobari
Festnahme: 2. Januar 2026
Urteil: Todesstrafe droht
Amir-Mohammad wurde in Teheran festgenommen und wird seitdem im Rajaei-Shahr-Gefängnis in Karadsch (Provinz Alborz) festgehalten. Ihm droht die Todesstrafe, weil ihm „versuchter vorsätzlicher Mord durch den Versuch, Sicherheitskräfte zu überfahren“ vorgeworfen wird. Sein Vater ist Arbeiter, seine Mutter Hausfrau. Zuvor hatte ein Anwalt in diesem Fall von der Familie 6.000 Euro Honorar verlangt, um die Erteilung eines Hinrichtungsbefehls zu verhindern. Die Eltern konnten jedoch nur 1.000 Euro aufbringen. Seitdem hat der Anwalt nicht mehr reagiert.
Stand: April 2026

Benyamin Naghdi
Festnahme: 3. Januar 2026
Urteil: Todesstrafe droht
Benyamin sah sich kurz nach seiner Festnahme mit der Veröffentlichung eines Videos konfrontiert, in dem seine „Geständnisse“ in den staatlichen Medien gezeigt wurden. Geständnisse, die laut Informationen der IGFM unter Missachtung grundlegender Rechte und unter katastrophalen Haftbedingungen erzwungen wurden.
Stand: April 2026

Fariba Ghahremani
Festnahme: 19. Februar 2026
Vorwurf: Todesstrafe droht
Die Tante von Arsalan Ghahremani, der bei den landesweiten Protesten in Teheran getötet wurde, wurde in der Stadt Divandareh in der Provinz Kurdistan von Agenten der Islamischen Revolutionsgarde festgenommen. Trotz wiederholter Nachfragen gibt es nach wie vor keine Informationen über ihren Verbleib.
Stand: April 2026

Reza Amanifar
Festnahme: 4. April 2026
Vorwurf: unklar
Der Lehrer wurde durch Agenten der Islamischen Republik in Bushehr festgenommen. Bislang liegen keine Informationen darüber vor, was ihm vorgeworfen wird oder wo er inhaftiert ist.
Stand: April 2026

Zohreh Javani
Festnahme: Dezember 2025
Vorwurf: unklar
Die Rechtsanwältin, die auch Mitglied der Anwaltskammer von Teheran ist, wurde während der Proteste im Dezember festgenommen. Über die Festnahme wurde in den Fachmedien der Anwaltskammern berichtet, jedoch wurden bisher keine Details zu den Umständen bekannt gegeben. Bisher liegen keine Informationen über ihre Verhaftung, den Haftort oder die Gründe für die Maßnahme vor.
Stand: März 2026

Mikaeil Salehi
Festnahme: 8. Januar 2026
Vorwurf: unklar
Mikaeil arbeitete als Friseur und Tätowierer und wurde in Ahwaz (Provinz Khuzestan) festgenommen. Seitdem gibt es keine Nachrichten von ihm. Seine Familie und Freunde machen sich große Sorgen um seine Sicherheit und sein Wohlergehen.
Stand: März 2026

Zahra Hojjat
Festnahme: unklar
Urteil: unklar
Die Leiterin des Rehabilitationszentrums „Hamdam“ in Mashhad (Provinz Razavi Khorasan) wurde geschlagen und festgenommen, weil sie gegen Forderungen der Revolutionsgarden protestiert hatte. Laut Berichten forderten die Revolutionsgarden bei ihrer Ankunft im Rehabilitationsinstitut „Hamdam“ in Mashhad, das behinderte und verwaiste Mädchen betreut, die Unterbringung von etwa 50 Angehörigen der Revolutionsgarden in der Einrichtung. Daraufhin protestierte Zahra gegen die Stationierung von Militärkräften in einer zivilen Einrichtung. Bislang liegen keine Informationen über ihre Gesundheit oder ihren Verbleib vor.
Stand: März 2026

Mohammad Hossein Shokri
Festnahme: 7. Januar 2026
Urteil: Todesstrafe droht
Mohammad war 16 Jahre alt, als er in Teheran von den Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) grundlos festgenommen wurde. Er arbeitete zu dem Zeitpunkt auf der Straße, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Nun droht ihm die Todesstrafe.
Stand: März 2026

Tara und Kimia Davoudi
Festnahme: 14. Januar 2026
Vorwurf: unklar
Die Absolventinnen Tara (Vermessung, Universität Isfahan) und Kimia (Rechtswissenschaften, Razi-Universität Kermanshah) wurden in Teheran nach einem gewaltsamen Übergriff festgenommen. Seitdem liegen keine Informationen über die festnehmende Behörde, ihren Haftort oder die Haftbedingungen vor. Die Familien und Angehörigen der beiden Schwestern befinden sich weiterhin in völliger Ungewissheit.
Stand: März 2026

Abdulfattah Khayyer
Festnahme: 13. Februar 2026
Vorwurf: unklar
Abdulfattah war 14 Jahre alt, als er im Bezirk Bastak (Provinz Hormozgan) festgenommen wurde. Sein Vater war bereits während der Proteste 2022 verhaftet worden. Es gibt keine Informationen zu seiner Haftstrafte oder seinem Gesundheitszustand.
Stand: März 2026

Najmeh (Sheyda) Nikouyi
Festnahme: 10. Januar 2026
Vorwurf: unklar
Die Grafikdesignerin (28) wurde in der Stadt Qouchan in der Provinz Razavi-Chorasan festgenommen und befindet sich derzeit im dortigen Gefängnis in Haft. Nach Informationen der IGFM steht sie in Kontakt mit ihrer Familie, die sie besuchen durfte. Trotz wiederholter Nachfragen wurden der Familie die genauen Vorwürfe nicht mitgeteilt. Die Beamten hätten lediglich auf das Vorhandensein einiger Videos auf ihrem Mobiltelefon hingewiesen, aber keine konkreten Erklärungen zur Art der Vorwürfe oder zum Stand des Verfahrens gegeben.
Stand: März 2026

Mahmoud und Hossein Bagheri
Festnahme: 14. Februar 2026 / 21. Februar 2026
Vorwurf: unklar
Der Lehrer Mahmoud Bagheri, der bereits seit 25 Jahren den Lehrberuf ausübt, wurde in seinem Haus in der Stadt Hengam in der Provinz Hormozgan festgenommen.
Darüber hinaus wurde sein Sohn Hossein Bagheri trotz einer Erkrankung und einer Operation am Kopf am 21. Februar festgenommen. Die Familie macht sich große Sorgen, da sie keine Informationen über den Aufenthaltsort und Zustand von Vater und Sohn erhält.
Stand: März 2026

Hadis Naseri
Festnahme: 9. Januar 2026
Urteil: unklar
Hadis wurde in Minab in der Provinz Hormozgan festgenommen. Ihr wird vorgeworfen, bei den Protesten eine „führende Rolle“ gespielt zu haben. Über ihren Aufenthaltsort gibt es nach wie vor keine Informationen.
Stand: März 2026

Parnian Khodabakshi
Festnahme: 28. Februar 2026
Vorwurf: unklar
Die Studentin (20) der Fakultät für Werkstofftechnik und -wissenschaften an der Sharif-Universität in Teheran, wurde am 28. Februar festgenommen. Sicherheitskräfte hatten zuvor ihre Wohnung gestürmt. Sie wurde zur Festnahme ausgeschrieben, nachdem Kanäle der staatlichen Basiji-Milizen ihre Identität und Foto veröffentlicht hatten.
Stand: März 2026

Mobin Baziyar
Festnahme: 29. Januar 2026
Urteil: Todesstrafe droht
Mobin hat eine Hörbeeinträchtigung und arbeitete in einer Autowerkstatt. Er wurde gewaltsam von seinem Arbeitsplatz in Rasht (Provinz Gilan) entführt. Berichten zufolge werden schwerwiegende Anklagen wie „Moharebeh“ (Krieg gegen Gott) gegen ihn vorgebracht, wodurch ihm die Todesstrafe droht. Er kann sich nicht verteidigen und hat keinen Zugang zu einem unabhängigen Anwalt. Ein faires Verfahren gibt es nicht.
Stand: Februar 2026

Diana Taherabadi
Festnahme: 8. Januar 2026
Urteil: Hinrichtung
Diana war zum Zeitpunkt ihrer Festnahme in Gohardasht, Karaj in der Provinz Teheran, gerade mal 16 Jahre alt. Aus nicht erklärlichen Gründen und ohne ein faires Verfahren wurde sie zum Tode verurteilt. Sie wuchs bei ihrer Großmutter auf, da ihre Eltern verstorben sind. Sie hat niemanden, der sich um ihren Fall kümmert.
Stand: Februar 2026

Mohsen Ahourani
Festnahme: 11. Februar 2026
Vorwurf: unklar
Zivilbeamte des Geheimdienstes der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) durchsuchten die Wohnung des Belutschen Mohsen Ahourani (19) im Gebiet Sarkur, Bezirk Sarbaz, in der Provinz Sistan und Belutschistan. Die Regimeschergen verhafteten ihn, ohne einen richterlichen Haftbefehl vorzulegen oder die Anklagepunkte mitzuteilen. Seitdem gibt es keine Informationen über seinen Haftort oder seine Gesundheit.
Stand: Februar 2026

Taymaz Aagh
Festnahme: 3. Januar 2026
Vorwurf: unklar
Taymaz war 16 Jahre alt, als er in der Provinz Gonbad-e-Kavous in Golestan verhaftet wurde. Grund dafür waren einige kritische Beiträge, die Taymaz auf seinem Instagram-Account gepostet hatte. Er wurde gefoltert und stundenlang an den Füßen aufgehängt. Ihm wird vorgeworfen, Proteste angeführt zu haben und im Besitz von Schusswaffen zu sein. Seine Folterer forderten ihn auf, ihnen die Namen anderer Demonstranten zu nennen, was er jedoch ablehnte. Seitdem sitzt er ohne fairen Prozess im Gefängnis.
Stand: Februar 2026

Anna Barani
Festnahme: 11. Februar 2026
Vorwurf: unklar
Anna (23), eine Bloggerin, wurde zum Informationsschalter vorgeladen und unter Druck gezwungen, ein erzwungenes Geständnis abzulegen. Noch bevor ein Urteil gefällt wurde, wurden ihre persönlichen Vermögenswerte beschlagnahmt und ihr eine Geldstrafe von 500 Millionen Tomans (umgerechnet 680 Euro) auferlegt. Die letzte von ihr veröffentlichte Nachricht lautete: „Bitte helft mir, ich habe große Angst vor dem Gefängnis.“
Stand: Februar 2026

Shayan Hadian
Festnahme: unklar
Urteil: Todesstrafe droht
Shayan (17) ist ein junger Student und Boxer aus Isfahan. Er wurde wegen angeblichen Raubes verhaftet. Ihm droht die Hinrichtung.
Stand: Februar 2026

Aida Koushki
Festnahme: 2. Februar 2026
Vorwurf: unklar
Die Englischlehrerin (23) wurde in Shahadabad in der Provinz Kermanshah verhaftet. Seitdem liegen keine Informationen über ihren Haftort, ihren Gesundheitszustand oder ihren rechtlichen Status vor.
Stand: Februar 2026

Mohammad Reza Abdollahpour
Festnahme: unklar
Urteil: Todesstrafe droht
Mohammad (28), Anästhesietechniker am Atiyeh-Krankenhaus und in der Saadat-Abad-Klinik in Teheran, wurde festgenommen, als er einem Verletzten geholfen hatte. Nun droht ihm die Hinrichtung. Er hat keine Familie, die sich um seinen Fall kümmern kann.
Stand: Februar 2026

Shervin Bagherian Jabali
Festnahme: unklar
Urteil: Todesstrafe
Das Mullah-Regime hat Shervin (18) aus Isfahan verhaftet, weil er an landesweiten Protesten teilgenommen hatte. Er wurde vor eine Kamera gestellt und dazu gezwungen, ein falsches Geständnis abzulegen. Vor der Kamera sagte ihm ein Söldner des Regimes: „Das Urteil lautet ‚Moharebeh’.“ Shervin fragte: „Was bedeutet Moharebeh?” Als er das Wort „Hinrichtung“ hörte, begann er zu schluchzen.
Stand: Februar 2026

Negin Khaksar
Festnahme: 12. Januar 2026
Vorwurf: unklar
Die junge iranische Pianistin wurde von bewaffneten Einheiten des islamischen Regimes festgenommen, da sie an Protesten gegen das Regime teilgenommen hatte. Erst einen Tag nach ihrer Festnahme durfte sie ihre Familie anrufen. Seitdem ist unklar, wo sie sich befindet und was mit ihr geschehen ist. Besorgniserregend ist, dass Negin aufgrund ihrer Schilddrüsenerkrankung regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sie aber nach den vorliegenden Informationen weiterhin keinen Zugang zu diesen hat.
Stand: Februar 2026

Mohammad Amin Biglari
Festnahme: 8. Januar 2026
Urteil: Todesstrafe droht
Mohammad (19) wurde am 8. Januar festgenommen, seitdem hat seine Familie keine Informationen über seinen Aufenthaltsort oder Gesundheit erhalten. Unbestätigten Berichten zufolge soll er zum Tode verurteilt worden sein.
Stand: Februar 2026

Shakila Ghasemi
Festnahme: 2. Februar 2026
Vorwurf: unklar
Shakila (26) gehört der religiösen Minderheit der Bahá’í an. Kräfte der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) entführten sie aus ihrem Haus in Kerman und brachten sie an einen unbekannten Ort. Während der Razzia beschlagnahmten die Beamten persönliche Gegenstände von Shakila und ihren Eltern, darunter Laptops und Telefone. Über die Vorwürfe oder ihren aktuellen Aufenthaltsort ist nichts bekannt.
Stand: Februar 2026

Ashkan Talebi
Festnahme: unklar
Urteil: Hinrichtung
Über Ashkans (22) Festnahme und Verurteilung ist nichts näheres bekannt. Eines Tages rief er seine Mutter an und sagte ihr, dass sein Todesurteil gefällt worden sei. Er hat keinen Vater und ist der einzige Ernährer sowie das Oberhaupt seiner Familie. Die IGFM fürchtet nun zusammen mit seiner Familie um sein Leben.
Stand: Februar 2026

Iman Hosseini
Festnahme: unklar
Vorwurf: unklar
Iman (17) wurde in Sirjan (Provinz Kerman) verhaftet, mehr ist über seine Festnahme nicht bekannt. Er konnte nur kurz mit seinem Vater telefonieren und sagte: „Papa, hol mich schnell hier raus.“ Seitdem hat seine Familie nichts mehr von ihm gehört.
Stand: Februar 2026
»Niemand darf willkürlich festgenommen, in Haft gehalten oder des Landes verwiesen werden.«
Art. 9 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte
Die IGFM setzt sich seit ihrer Gründung 1972 für die weltweite Achtung von Menschenrechten und Grundfreiheiten ein. Vor diesem Hintergrund setzt sich die IGFM gezielt für die Freilassung politischer Gefangener und verschleppter ukrainischer Zivilisten ein, die aufgrund ihrer politischen Überzeugungen unterdrückt werden. Mit Öffentlichkeitsarbeit, Appellen und politischen Patenschaften soll auf die Schicksale der willkürlich Inhaftierten aufmerksam gemacht werden.
Werden auch Sie aktiv und unterstützen uns bei unserem Einsatz für politische Gefangene und verschleppte Zivilisten!

Das Patenschaftsprogramm der IGFM vermittelt politische Gefangene aus verschiedenen Ländern und verschleppte Zivilisten aus der Ukraine an Abgeordnete aus Deutschland, die sich mit einer politischen Patenschaft für ihre Freilassung einsetzen. Werden Sie ein Teil unserer Menschenrechtsarbeit!
Mehr zum Patenschaftsprogramm hier.
Hilft Menschenrechtsarbeit überhaupt?
JA auf jeden Fall!
Immer wieder erhält die IGFM positive Nachrichten, die durch Menschenrechtsarbeit erwirkt werden konnten, z.B. Haftverbesserungen bis hin zur Freilassung politischer Gefangener.
